„…so hattest du leicht ergründet, wo der Hund begraben lag!“
„…ich wusste, dass ich es jetzt, nach vier Jahren geschafft hatte, mein erstes Geburtserlebnis fein säuberlich zu verdrängen. Schon wuchsen Bäume darüber, als sich die zweite Schwangerschaft ankündigte. Mit ihr wurde aber auch die Ahnung immer lauter, dass sich die Wurzeln dieser Bäume auf die Geburt hin wieder losreissen und das begrabene Trauma schonungslos freilegen würden. So beschloss ich, auf Empfehlung, zu dir zu kommen. Sanft, so, dass ich fast nicht bemerkte, dass es sich nicht um angenehmen Small-Talk handelte, hast du mich im Gespräch – begleitet von reger aber sanfter Arbeit am Körper – zum Geburtserlebnis zurückgeführt. Du hast mich durch Fragen noch einmal vom Anfang bis zum Schluss hindurchgeführt, was verschiedene Emotionen in mir hervorrief. So hattest du leicht ergründet, wo der Hund begraben lag! Ja, und dort hast du mit mir dann weitergearbeitet, aufgelöst und neu gestrichen. Du hast mich damals auch gefragt, wie ich mich denn gerne fühlen wolle, zum Beispiel zwei Wochen vor der Geburt. Als ich es dir beschrieb, kam es mir wie ein Witz vor, an betracht dessen, wie ich mich damals fühlte. Doch siehe da, es schien sich durch deine Technik tatsächlich verinnerlicht zu haben! Ich fühlte mich ruhig, gelassen und kräftig bereit... wie ich’s mir wünschte. Ich hatte dann – nach dem ersten Kaiserschnitt – eine fünfstündige Geburt im Wasser, an die ich jetzt gerne zurückdenke!“